Bass

Bay, Hanna (1885-) 

Kunstmalerin von Porträts, Landschaften, Illustrationen. Ihre Tochter, verheiratete Charlotte von Salis, ist als Graphikerin bekannt. Werke im Kunsthaus Chur und Fresken am Fontana-Spital.

Lit.: Lexikon der Frau, Bd. 1, S. 1407. – HBLS, Bd. 2, S. 59.


Bonalini, Jeanne (1894-)

Kunstmalerin von Roveredo, restaurierte alte Gemälde in Mailand.

Lit.: H. Plattner, Bündner Maler, Schriftsteller …, Chur 1960, S. 149.


Brügger, Fanny  (1880-)

hatte ein Atelier als Kunstmalerin in Zollikon.

Lit.: Katalog des Kunsthauses Chur 1930.


Brunold, Ines, geb. 1932

von Churwalden. Sie entstammt einer alten Walserfamilie. Nach einer Ausbildung als Lehrerin erwarb sie 1956 das Diplom für angewandte Kunst an der Zürcher Kunstgewerbeschule und lebt als Künstlerin in Chur (Werke: St. Ursula in Brig, Kirchenfenster; St. Barbara in Zuoz, Sgraffitos und Glasmalereien; Ausgestaltung der Kapelle des Altersheims „Im Bodmer“, Chur; weitere Arbeiten in Velden/Kärnten, Samedan, Oberrieden, Poschiavo u.a.m.). Mitglied der Baukommission des Klosters Cazis.

Lit.: Terra grischuna, 21. Jg., 1962, S. 34ff.


Christoffel, Elly (1901-)

Kunstmarerin, Bürgerin von Trin. Lebt in Maienfeld. Ausbildung als Klavierlehrerin in Stuttgart, dann als Graphikerin tätig (Aquarelle, Ölbilder, Buchillustrationen). Ausstellung in Chur 1969 und anderen Orten. Ihre Werke sind auch in Deutschland verbreitet.

Lit.: H. Plattner, Bündner Maler, Schriftsteller …, Chur 1960, S. 22. – Terra grischuna, 21. Jg., 1962, S. 22.


Corradini, Maria MARA? (1890-1964)

von Sent, Kunstmalerin in Antwerpen mit vielen Ausstellungen im Ausland. Sie ragte durch ihr Talent als Zeichnerin und Koloristin hervor.

Lit.: Katalog der Gemäldesammlung des Bündner Kunstvereins, im Rätischen Museum, Chur 1913, S. 11. – Katalog des Kunsthauses Chur 1930. – A. Lätt, Schweizer im Ausland, 1931. – H. Plattner, Bündner Maler, Schriftsteller …, Chur 1960, S. 43. – Nachruf, in: Bündner Jahrbuch, Chur 1964.


Demarmels, Madlaina (geb. 1929)

geboren in Schuls, Künstlerin. Sie empfing ihre Ausbildung in Chur, England, Paris und Italien und führt seit 1955 ein Atelier in Schuls bzw. seit 1968 in Zürich (Werke: Wandgemälde für die Scuola da Paurs in Schuls, 1961; gemeinsam mit sieben Frauen Entwurf und Ausführung des Wandteppichs „Lebendige Kräfte im Bauerntum“, Expo 1964). Sie ist verheiratet mit dem Architekten A. Lies und Mitglied der GSMBA Zürich.

Lit.: H. Plattner, Bündner Maler, Schriftsteller …, Chur 1960, S. 74. – Neue Bündner Zeitung, 1964. – Jüngere Bündner Künstler, Kunsthaus Chur, 1965, Nr. 2.


Dolf, Menga


Forchhammer, Emilie (1850-1912)

geb. in St. Antönien, gest. in Chur, Kunstmalerin. Lebte in Davos und war eine der ersten Malerinnen im Kanton Graubünden.

Lit.: C. Brun, Schweizer Künstler-Lexikon, Bd. 1, 1905, S. 472. – M. Weese und D. Wild, Die Schweizer Frau in Kunst und Kunstgewerbe, 1928, S. 69. – Katalog des Kunsthauses Chur 1930, Bildnis ihrer Mutter, Davoser Mädchen.


Gaudzenz, Ladina

Malerin, Genf, aufgewachsen in Scuol. http://www.ladinagaudenz.com/accueil/?lang=de

 


Hitz-Bay, Hanni vgl. Bay



Kauffmann, Angelika (1741-1807)

geb. in Chur, gest. in Rom. Berühmte Kunstmalerin an europäischen Höfen. Gedenktafel am Haus Reichsgasse 57 in Chur. Ihr Vater, J.J. Kauffmann (gest. 1782), kam von Schwarzenberg (Bregenzerwald, Vorarlberg) und arbeitete als bischöflicher Hofmaler in Chur. Ie Mutter war eine Churer Bürgerstochter, Cleophea Lutz, deren Vater Barth. Lutz und Mutter Juith von Bonaduz, Hebamme. Angelika lernte beim Vater malen. Ihre Patin von Salis war Klosterfrau un vermittelte wahrscheinlich die Malaufträge der Familie Salis. Im Kunsthaus Chur mehrere Werke, darunter das schöne Selbstportrait mit Athenabüste.

Lit.: Schweizer Frauen der Tat, Bd. 1. – Lexikon der Frau, B. 2, S. 186. – Neue Bündner Zeitung, 31.10.1968, mit Bildern. – Katalog der grossen Gedenkausstellung in Bregenz und Wien, 1968, 375 Abb. – Claudia Holboek, Miss Angel, Wien 1968, mit Bildern. – Bündner Kunstsammlung Chur, Katalog 1970, S.10-12, mit Bild.


Mengiardi-Klainguti, Angiolina (1907-)

Engadiner Malerin in Samedan, früher Genua. Auf vielen Ausstellungen, auch in Italien, zeigte sie ihre Bilder mit bäuerlichen Themen, Landschaften, Bildnissen. Mitglied der Gesellschaft Schweizerischer Malerinnen, Bildhauerinnen und Kunstgewerblerinnen.

 

Lit.: H. Plattner, Bündner Maler, Schriftsteller…, Chur 1960, S. 145. – Angaben von D. Messmer.


Mengold, Ester (1877-1954)

 

geb. in Basel, war verheiratet mit Kunstmaler P. Altheer, bekannte Porträtistin, stammte aus Bündner Walsergeschlecht des Rheinwalds. Ihre Werke in Museen von Chur, Basel u.a.

 

Lit.: Katalog der Gemäldesammlung des Bündner Kunstvereins, im Rätischen Museum, Chur 1913, Nr. 49. – G. Reinhart und o. Fink, Selbstbildnisse schweizerischer Künstler 1918. – Lexikon der Frau, Bd. 2, S. 605. – P. Zinsli, Walser Volkstum in der Schweiz, in Vorarlberg, Liechtenstein und Piemont, Frauenfeld 1968, S. 368.

 

 


Salis-Bass von, siehe Bass, Maria.


Schucany, Carla, geb. 1932

geb. in Perugia, Malerin.


Beatrix Sitter-Liver, um 1974 (Bild Mario Tschabold, Steffisburg).
Beatrix Sitter-Liver, um 1974 (Bild Mario Tschabold, Steffisburg).

Sitter-Liver, Beatrix Katharina, geb. 1938

geb. in Chur. Bürgerin von Flerden und Bern. Aufgewachsen in Chur, Küsnacht (ZH) und Bern. Liver begann früh mit Zeichnen. Nach der Matura 1958 Praktikum im Grafikatelier Hans Hartmann in Bern und Besuch der Schule für Gestaltung Bern (Malerei, Zeichnung und Druckgrafik) sowie der Universität Bern (Kunstgeschichte, Philosophie). 1960-61 Arbeitsaufenthalt als Grafikerin in Reykjavik. 1962-64 eigenes Grafikatelier in Bern. 1964 Heirat mit Beat Sitter und Praktikum in einem Trickfilmstudio bei Bonn (D). Geburt der Tochter (1965) und des Sohns (1968). Ab den 1970er-Jahren Einsitz in verschiedenen Kunstkommissionen von Stadt und Kanton Bern. Viele Reisen und Auslandaufenthalte (u.a. 1990/91 Cité Internationale des Arts Paris; 2000 Istituto Svizzero di Roma; 2013/14 Atelierstipendium Venedig der Forbergstiftung). Lebt und arbeitet in Bern. Vielseitige Künstlerin, die auf ein umfangreiches Oeuvre zurückblicken kann. Zahlreiche temporäre Installationen und viele Werke im öffentlichen Raum. Frühe Werke sind Zeichnungen, Ölbilder, Collagen und Grafiken. Ab 1965 Arbeitsschwerpunkt in der experimentellen Textilkunst, u.a. Tapisserien, skulpturale Textilobjekte, leichte Gewebe aus Textilfasern und aus Materialien wie Schilf, Zweige, Gras, Mais, Federn, Papier. Seit den 1990er-Jahren Wiederaufnahme der Ölmalerei. Arbeitet gerne in sog. Werkgruppen. Eine „künstlerische Naturphilosophin“, deren Werke poetische Namen tragen. Ihre Affinität zur Natur zieht sich wie ein roter Faden durch ihr Schaffen: „Die Liebe zur Natur trägt man in sich, man muss sie nur entdecken.“ (Henkens, in: Tobler, 2014, S. 31).

 

Publikationen: Sitter-Liver, Beat und Beatrix (Hg.): Culture Within Nature. Basel 1995.

Ausstellungen (Auswahl): Seit 1961 unzählige Einzel- und Gruppenausstellungen im In- und Ausland (z.B. 1961 Reykjavik; 1969/71 Biennale internationale de la Tapisserie, Lausanne, Paris, Warschau; 1985 Museum zu Allerheiligen Schaffhausen; 1997 Kunstmuseum Thun; 2014  ArchivArte Galerie Bern.) Von 1982-2010 zahlreiche In Situ-Ausstellungen (u.a. 2000 Galerie Studio 10 Chur).

Kunst im öffentlichen Raum / am Bau (Auswahl Graubünden):

1972 / 2001 Graubündner Kantonalbank

1977 / 2010 Bündner Kantonsschule

1975 / 1988 Bündner Frauenschule 

1972 / 2001 Graubündner Kantonalbank

Ehrungen und Stipendien (Auswahl):

1964/68/69 Eidg. Stipendien für Angewandte Kunst (Tapisserie)

1982 Anerkennungspreis des Kantons Graubünden

1987 Werkbeiträge von Stadt und Kanton Bern und der E. Matossi Stiftung Zürich

 

Lit.: Tobler, Konrad (Hg.): Monografie Beatrix Sitter-Liver. Werke 1958-2014. Bern 2014. – Quellen: Website – Biografisches Dossier im Frauenkulturarchiv Graubünden.– Auskünfte B. Sitter-Liver. 

 

Autorin: Riti Sharma


Täuber-Arp, Sophie (1889-1943)

geb. in Davos. Künstlerin, Malerin, Weberin im Zürcher Dadaistenkreis. Vorläuferin des Surrealismus.


Lit.: Gedenkbuch von Hans Arp für Sophie Täuber-Arp, 1950. – Lexikon der Frau, Bd. 2, S. 1414. – V. Bodmer-Gessner, Die Zürcherinnen, Zürich 1966, S. 238.