Biäsch-Hauswirth, Sidonie, 1855-1934.

Pseudonym Rhätica. Dichterin. Ihr erfolgreicher Gedichtband „Auf Sonnenwegen“ erschien 1907.

Lit.: Davoser Revue, 10. Jg. 1935, S.81, mit Bild.


Bott-Filli, Chatrina

von Sta. Maria im Münstertal. Lehrerin in Valchava, ist Verfasserin von Märchen, Novellen. Redaktorin von „Dun da Nadal“. Preis für romanische Lyrik, Zürich 1968.

Lit.: H. Plattner, Bündner Maler, Schriftsteller …, Chur 1960, S. 57, mit Bild.


Braun-Brunies, Gilgia (1864-1950)

verfasste Gedichte und Erzählungen. Sie war die Schwester von Deta Kratzer-Brunies.

Lit.: Musa rumantscha, 1950, S. 267.


Camenisch, Nina (1826-1912)

Schriftstellerin, die von Sarn am Heinzenberg stammte und oft in Versam weilte. Sie half in Haus und Feld und schrieb verschiedene Werke, so die bekannten „Gedichte eines Bündner Landmädchens“, 1856, herausgegeben von Otto Carisch; „Geschichten und Sagen aus Alt Fry Rätien“, 1899; „Blumen aus der Heimat, Blumen aus der Welt“.

Lit.: HBLS, Bd. 2, S. 478. – B. Hartmann, Die Gedichte eines Bündner Landmädchens, o. J. – Bündner Kalender 1914. – Bündnerisches Haushaltbuch 1915. – Bündner Monatsblatt, Nr. 51, 1958, S. 81-85.  B. Wehrli, in: Bedeutende Bündner, Bd.2, Chur 1970, S. 426-429, mit Bibliographie.


Chönz– (oder Könz -) Meyer, Selina (1911-)

von Samaden, Schriftstellerin und Journalistin; verheiratet mit dem Architekten J. U. Chönz in Guarda. Nach einer Ausbildung als Kindergärtnerin begann sie ihre literarische Karriere und verfasste ihre Werke in ladinischer und deutscher Sprache („Schlossherrin“, 1941; „Il puret de l’antena“, 1948; Mieu Samedan“ im Bündner Jahrbuch 1948; „Engadiner Kammtaschen“ in: Du, August 1970). Mitglied des Pen-Clubs und des Schweizer Schriftstellervereins, Preisträgerin der Schweizerischen Schiller-Stiftung und des H.-C.-Andersen-Preises. Besonders bekannt sind ihre von Alois Carigiet illustrierten und in zahlreiche Sprachen übersetzten Kinderbücher („Schellenursli“, 1945; „Flurina und das Wildvogelein“, 1952; „Der grosse Schnee“, 1955 u.a.). Mitarbeiterin an der „Chasa paterna“ und anderen romanischen Periodika. In der viersprachigen Anthologie „Bestand und Versuch“, Artemis, Zürich 1964, sind nur sie und Luisa Famos als Bündner Dichterinnen aufgenommen. (Bild S. 77).

Lit.: Il Travagliuns 7, XII, 1935. – P. Lansel, Musa rumantscha, 1950. – A. Peer, Das Schriftstellerporträt Selina Chönz, 1969.


Clavuot–Geer, Ursina (1898-)

Schriftstellerin unter dem Pseudonym Gian Girun. Sie beschreibt von allem das Leben der Engadiner und ihre Auswanderung. Für „La Nona“ erhielt sie einen Preis der Pro Helvetia; 1938 erschien der Band „Las novellas“ in Samedan.

Lit.: Lexikon der Frau, Bd. 2, S. 1248.


Demenga, Jürg

Pseudonym für eine in Basel lebende, dem Bündnerland eng verbundene Schriftstellerin.


Famos, Luisa (1930-)

geb. in Ramosch, Schriftstellerin. Ursprünglich Lehrerin, wurde sie gelegentliche Mitarbeiterin bei rätoromanischen Radiosendungen und erhielt Auszeichnungen von der Schiller-Stiftung und der Uniun da scriptuors rumantschs (Werke: „Munaints“, Lyrik, 1960; Gedichte in romanischen Publikationen, u.a. Bündner Jahrbücher 1966 und 1967; Bestand und Versuch“, Artemis, Zürich 1964; „Prosa rumantscha“, 1958; „L’hom sun fanestra“).

Lit.: Atlantis, Zürich 1950, Heft 6, mit Bild.


Fanetti, Mary (geb. 1916)

geb. in Poschiavo, schreibt als Autodidaktin Gedichte, Liedertexte, Erzählungen für Zeitungen usw.

Lit.: H. Plattner, Bündner Maler, Schriftsteller …, Chur 1960, S. 149.


Gilli, Clementina (1858-1942) von Zuoz und Madulein, geb. 1858 in Modena, Italien, gest. 1942. Ihr Pseudonym war Clio. Sie war Dichterin, Übersetzerin, Mitarbeiterin an Zeitungen, arbeitete sich von der Postgehilfin zur Gehilfin von Prof. Vellemann empor, der ladinische Grammatiken und Lehrbücher verfasste. Sie opferte ihr Leben, um Sprache und Kultur Graubündens zu verteidigen. 1941 Preis der Schiller-Stiftung. Sie übersetzte auch deutsche und Schweizer Klassiker ins Romanische und schrieb Gedichte, z.B. „Fruonzla“, 1926.

Lit.: Biographisches Lexikon verstorbener Schweizer, 1947, Bd. 1, S. 470, mit Bild. – Pleds d’algurdentscha a Cl. Gilly da Domenica Mesmer, Stampa separada da las Annalas de la Società retorumantscha, LVII, Samedan e San Murrezan 1943, 14 Seiten, 1 Bild. – Lexikon der Frau, Fd. 1, S. 1233.


Gilly, Gertrud, verheiratete Brogle

Schriftstellerin und Graphologin, verfasste Hörspiele und Erzählungen in romanischer und deutscher Sprache, so das einaktige Drama „Duonna Lupa“.

Lit.: Lexikon der Frau, Bd. 2, S. 1248.

Hess, Katharina (*1935)

Schriftstellerin, lebt seit 1970 in Chur. Erhielt 19 einen Anerkennungspreis des Kantons Graubünden. Werke:

 


Jens, Ina, Dichtername von Claudia Cadisch (1880-1950)

Auslandbündnerin, geb. in Thusis, gest. in Chile. Lehrerin in Chur, dann in Thusis, Bulgarien, Türkei, Chile. Werke: „Maja, Kindheitserinnerungen aus dem Bündnerland“, 1926; „Ein Junge erlebt Chile“, 1933; „Marmelitos Glücksfall“, 1938; „Hannelore im Urwaldwinkel“, 1940; „Mirasol, Das Geheimnis der Götter“, SJW, 1968.

Lit.: Angaben von H. Rohr, Schweizer Lehrerverein, Bern.


Kratzer-Brunies, Deta (1875-)

geb. in Maienfeld, Schriftstellerin, hielt viele romanische Kindersendungen am Radio und ist Seniorin der Bündner Autorinnen.

Lit.: Chasa Paterna, Nr. 86. – Fögl ladin, 1968.


Largiadèr-Linder, Monika, geb. 1899

Bürgerort Riehen, vorher Sta. Maria im Münstertal. Musiklehrerin, Lyrikerin, Journalistin.

Lit.: Riehener Zeitung, Nr. 12, 21.3.1969.


Liun, Lina, 1875-1943

von Celerina, Schriftstellerin und Übersetzerin. Sie arbeitete an romanischen Wörterbüchern mit und setzte sich 50 Jahre für die romanische Kultur und Sprache ein. Sie schrieb alte Lieder und Märchen nieder (herausgegeben 1937 mit Illustrationen von Maria Bass). Sie übersetzte auch Texte, z.B. Heidi, und Theaterstücke ins Romanische, schrieb Artikel und gab die Zeitung für romanische Kinder mit heraus. „Senkrechte Engadinerin, die eine ruhige Fröhlichkeit verbreitete.“ Mitarbeiterin an ladinischen Publikationen. Ferner verfasste sie die oberengadinische Elementargrammatik mit Konversationsbüchlein, Thusis 1927. Zahlreiche Übersetzungen aus dem Deutschen ins Engadinische.

Lit.: Nekrologe, in: Chalender ladin, 1943; Fögl ladin, 1943.


Martig, Sina

Erzählungen aus den Bündner Bergen, etwa 12 Titel von 1954 bis 1970.


Montigel, Bigna

Sprachlehrerin, Journalistin in Chur. Schrieb Romane.



Mosca, Anna (1941)

von Sent, geb. in Siena, Schriftstellerin, Malerin, schrieb 35 Komödien für den Sender Monte Ceneri u.a.m.

Lit.: Schweizerische Schriftsteller der Gegenwart, Bern 1962, S.127.


Pedretti-Schefter, Erica (*1930)

geb. in Nordmähren (Sternberg), Schriftstellerin, Lyrikerin Seit 1945 in der Schweiz (Kunstgewerbeschule). Verheiratet seit 1952 mit Gian Pedretti, Kunstmaler, 5 Kinder. Wurde durch die Heirat Bündnerin und lebt in Celerina-Crasta, Autorin von Bilderbüchern und Hörspielen sowie eigenen Publikationen. „Harmloses bitte“, Suhrkamp-Verlag, Frankfurt a.M., u.a.m.

Lit.: Radio und Fernsehen, Nr.45, 1970, s. 71, mit Porträt. – Neue Zürcher Zeitung, November 1970; 7.1.1971. – Vorlesungen in Zürich seit 1970.


Pünter-Famos, Luisa, siehe Famos, Luisa.


Salis, Flandrina von (*1923)

geb. in St. Moritz, von Malans, Urenkelin des Dichters Joh. Gaudenz von Salis, Tochter des  Dr.med. Hans Wolf von Salis, verlebte ihre Jugend im Engain, reist viel, Buchhändlerin. Im Schloss Bothmar zu Malans Buchbinderstudio. 1955 gab sie „Mohnblüten, abendländische Haiku“ heraus, ferner „Neue Haiku“, in: Bündner Jahrbuch, Chur 1964.


Semadeni-Bezzola, Sina

Schriftstellerin und Malerin, lebt in Balgach SG.


Theobald, Anna (1862-1915)

geb. in Chur, gest. in Kästris, Grab in Chur. Sozial denkende Dichterin, eine der ersten Gymnasiastinnen in Chur. Vorkämpferin für die soziale Besserstellung des Arbeiterstandes. 1898 schilderte sie die Strohindustrie in Untervaz und anderen Orten am Beispiel einer jungen Strohflechterin. Ihr Vater war G. L. Theobald (1810-1869), Geologe und Lehrer.

Lit.: Chr. Tarnuzzer, Nachruf auf Anna Theobald, in: Der Freie Rätier, 18.8.1915. – HBLS, Bd. T, S. 721. – Neue Bündner Zeitung, Nr. 221, 25.8.1965.


Truog-Saluz, Tina (1882-1957)

von Schiers, geb. in Chur. Meistgelesene Autorin Graubündens, früher der Schweiz. Sie stammte aus Guarda, wo sie oft weilte. Verheiratet mit Werner Truog, verfasste sie 12 Schriften (Verlag Reinhart), so z.B. „Peider Andri“ (13. Auflage); „Bündner Novellen“ in zwei Sammelbänden. Sammlerin von romanischen Büchern, Möbeln, Volkskunst. Preis der Schweizer Schiller-Stiftung. Langjährige Präsidentin des Gemeinnützigen Frauenvereins, Chur.


Lit.: Lexikon der Frau, Bd.2. – Paul Brunner, Schrift zum 70. Geburtstag. – Pfr. H. Färber, Begräbnisansprache. – B. Wehrli-Knobel, in: Bündner Jahrbuch, Chur 1967, S. 158. – Bedeutende Bündner, Chur 1970, S. 423-426, mit Bibliographie.


Tscharner, Helene von (1889-1972)

Kunstmalerin in Zürich und Gattin des Kunstmalers Johann von Tscharner. Bürgerin von Rothenbrunnen (Domleschg).


Lit.: Künstler-Lexikon der Schweiz, 20. Jahrhundert, Bd. 2, Frauenfeld 1967.